Archiv für Oktober, 2006

Noch vier Tage

Oktober 30, 2006

Es sind die kleinen Dinge, die mich daran erinnern, wie nah der Start meines Abenteuers gerückt ist. Gestern kam zum Beispiel im Fernsehen eine Vorschau für einen Film, der am Sonntag um 20.15 Uhr läuft. „Kannst du nicht sehen“, schoss es mir da durch den Kopf, „da bist du in Tokyo!“

In vier Tagen geht’s ab, geht’s los, geht’s rund. Und ich muss sagen, dass inzwischen zu fast hundert Prozent meine anfängliche Nervosität/Panik (siehe meine ersten Einträge) einer aufgeregten Vorfreude gewichen ist. Ich freue mich darauf, etwas neues zu sehen, zu essen, zu riechen, zu spüren, darauf, mich zu verlaufen und vieles nicht zu verstehen.

Ich habe, nachdem ich noch mal mit Ryutaro gesprochen hab, meinen Reiseplan ein letztes Mal überarbeitet und umgestellt, er sieht jetzt ungefähr so aus (die Sehenswürdigkeiten sind die gleichen…):

3. Düsseldorf -> Dubai -> Osaka
4. Osaka

5. Tokyo
6. Tokyo
7. Osaka
8. Osaka
9. Nara
10. Hiroshima
11. Hiroshima
12. Nagasaki
13. ?
14. – 16. Nagoya
17. Osaka
18. – 24. Kyoto
25. Tokyo
26. Tokyo
27. Nikko

28. Tokyo, Tokyo -> Osaka -> Dubai
29. Dubai
30. Dubai -> Düsseldorf -> Dortmund

Alles natürlích ohne Gewähr und Änderung vorbehalten und alles (Hast ja recht, Sarah…). Dem aufmerksamen Leser dürfte nicht die Lücke am 13. entgangen sein. Die fülle ich erst in Rücksprache mit Marco Polo, meinem Reiseführer. Oder ich lasse sie einfach mal ganz frei. Mal schauen. Ich könnte sie zum Beispiel mit Postkarten schreiben füllen, denn so wie es aussieht, werde ich da viel mit zu tun haben. Aber das ist kein Problem, umgekehrt würde ich mir ja auch eine Karte aus Japan wünschen.

Inzwischen habe ich auch für fast alle Nächte über das Internet ein Hostel buchen können, was mich schon mal ein bisschen besser gegen die Brücken-Geschichte wappnet, die ja schon Gegenstand meines einen oder anderen Alptraums geworden ist… Ich hab da aber auch auf Abwechslung geachtet und so ist alles dabei, vom „private room“ in einem erst ab 1. November geöffneten Hostel in Hiroshima über ein traditionelles japanisches „Ryokan“ in Nagoya (http://de.wikipedia.org/wiki/Ryokan) bis zum Bett im 9er-Zimmer in Kyoto. Einige Nächte in Nagoya und Tokyo kann ich dankenswerterweise bei Ryutaro verbringen, so dass ich auch mal die Chance habe, einen japanischen Privathaushalt von innen zu sehen. Ich würde auch tierisch gerne mal eine Nacht in einem sogenannten Kapselhotel (http://de.wikipedia.org/wiki/Kapselhotel) verbringen, einfach nur, um es mal gemacht zu haben. Na, mal schauen, vielleicht habe ich vor meinem Rückflug in Tokyo die Gelegenheit.

Zu den Kommentaren: Katze, ich werd primär aus Zeitgründen leider keine Abschiedsparty machen. Du bist aber gern eingeladen, Dienstag, Mittwoch oder Donnerstag Abend auf ein – drei Bier vorbeizuschauen und die WG (ein wenig) zu verwüsten…

Seb,  so aus dem Gedächtnis nicht schlecht, aber Mila ist natürlich irgendwann ein SUPERstar… ;) Hier noch mal für alle der komplette Text zum Ausschneiden und Mitsingen:

„Mila ist zwölf Jahre alt und lebt im fernen Japan
Kulleraugen, Pferdeschwanz, der Kopf voll Phantasie
Früher war sie krank und blass, doch das ist vorbei
Heut’ ist sie ein Volley-Ass, und ein kleines Wunder, Wunder, Wunder!

Mila kann lachen, wie die Sonne über’m Fujiyama
Mila kann machen, was sie will und was noch keiner sah
Mila kann fliegen, wie die Schwalben über’m Fujiyama
Mila! kann siegen, irgendwann ist sie ein Superstar!

Refrain:
Immer, immer am Ball! Das Spiel ist nie vorüber!
Immer, immer am Ball! Sie schafft es immer wieder!
Immer, immer am Ball! Sie schafft es immer wieder, Sieg! (Hier wurde dann immer der Titel der Folge eingeblendet)

Mila kann lachen, wie die Sonne über’m Fujiyama
Mila kann machen, was sie will und was noch keiner sah
Mila kann fliegen, wie die Schwalben über’m Fujiyama
Mila kann siegen, irgendwann ist sie ein Superstar! Schon ein großes Lied.
Ansonsten ist Murakami vorgemerkt, wenn ich morgen in DO-City meine letzten Reiseeinkäufe vor Freitag tätige…

Sayonara!

PS. Rieserer! So ein Riegel wär schon wat feines… aber mir täten auch zwei Tüten Margarine reichen… Gruß nach Marburg!

Ein Ausflug in die wunderbare Welt der Statistik + Pläne

Oktober 26, 2006

Liebe Kinder! Heute möchte ich euch einmal erklären, woher die Leute eigentlich kommen. Also woher sie kommen, wenn sie auf meinem Blog ankommen. Denn das kann mir zum Beispiel die großartige Statistik-Funktion von WordPress mitteilen. Also kleinen Bonus erfahre ich auch, welche Begriffe meine Gäste zum Beispiel in Suchmaschinen eingegeben haben, die sie dann auf mich verwiesen haben. Die Inspiration zu diesem Eintrag stammt übrigens von meinem ehemaligen Mitbewohner Sebastian, dessen Blog ich euch an dieser Stelle allerwärmstens an eure Herzen legen möchte. Damit sie wärmer werden, halt. Hier geht’s lang: www.auslandssemester-tagebuch.de. Insbesondere bin ich ihm dankbar, dass es mich verlinkt hat, denn von seiner Seite kommen mit Abstand die meisten Besucher hier herüber. Eigentlich in den letzten sieben Tagen alle. Ehrlich gesagt. (Okay, ja, außer diejenigen von euch, die halt direkt auf die Seite gehen. Über euch hab ich keine Statistik…) :-)
Etwas unterhaltsamer wird es, wenn man sich mal die Suchmaschinen-Suchbegriffe anschaut. Dass man über „big in japan 2006″ bei mir landet, ist ja recht logisch – so heißt der Laden hier schließlich. Dass das aber auch über „japanische grußformel“ geht, wundert mich doch etwas. Oder habe ich hier irgendwo darüber geschrieben und kann mich nicht erinnern? Rätselhaft. Logischer ist dagegen der „japanisch crashkurs“. Den hat mir ja, wie ihr wisst, die VHS verweigert. Für diese ja doch recht unergiebige Info kamen in den letzten Tagen gleich drei Surfer hier vorbei. Mein persönlicher Favorit: „Fusskrankheiten“ gab jemand ganz unverkrampft (und leider falsch mit Doppel- statt scharfem s) bei AOL ein und landete – Fußpilz-City-Diskussion sei Dank – hier.

Ansonsten läuft meine Planung eher schleppend. Ich habe die letzten zwei Tage nicht so viel geschafft, da es meiner Oma nicht gut ging/geht und ich heute fast den ganzen Tag gearbeitet habe. Ich will euch jedoch nicht den aktuellen Stand meiner Planungen vorenthalten, den ich in den nächsten Tagen (mich hat heute die absolute Aufregung gepackt, als ich in der Redaktion zu meiner Kollegin sagte ‘Nächste Woche Freitag geht’s los!’) erweitern und ergänzen möchte.

Vor allem muß ich mich noch um einige Hosteladressen an den verschiedenen Orten kümmern (und, wo es geht, auch reservieren) und ich muss mir Zugverbindungen raussuchen. Klar, zur Not geht das immer noch vor Ort, aber so ganz unvorbereitet will ich den Trip dann doch nicht antreten.

Also, so sieht es bisher aus:

3. November: Flug Düsseldorf -> Dubai -> Osaka

4. Gegen 16 Uhr Ortszeit Ankunft in Osaka, Übernachtung im Hostel

5. Morgens geht es mit dem Zug nach Tokyo, dort treffe ich Ryutaro, den ich von meinem Auslandssemester aus Iowa kenne.

6. Tokyo Evtl. möchte ich mir die Odaiba angucken, das sind künstliche Inseln vor Tokyo, die früher meist von Firmen genutzt wurden und heute viel Unterhaltung und Shopping bieten.

7. Dann fahre ich wieder zurück nach Osaka. Dort besuche ich Ise-Jingu, den wichtigsten Schrein Japans und das Nationalheiligtum. Dann wurde mir von einer weiteren Iowa-Bekannten das „Osaka jo“ empfohlen, ein Schloß. Und ich werde „Takoyaki“ probieren, eine Oktopus-Spezialität.
8. Osaka

9. Nara (Tempelanlage), Kasuga Taisha (Shinto-Familienschrein mit 3000 Bronze- und Steinlaternen

10. Weiter nach Kyoto , wo ich noch mal Ryu treffen (will) und die Himeji-jo-Burg, die Landschaft Arashiyama, den Steingarten Ryoanyi, das alte Geishaviertel Gion, die Tempel Kiyomizudera mit super Aussicht und Kinkakuji, den Kaiserpalast Gosho und das Schloß Nijo anschauen – ein Mehr-Tage-Programm
11. Kyoto
12. Kyoto
13. Kyoto

14. Dann geht es nach Hiroshima mit dem schwimmenden Tor Miyajima und dem Friedenspark
15. Hiroshima

16. In Nagasaki schaue ich mir den Glover Park (Madame Butterfly!) an

17. Dann geht es nach Nagoya, wo ich, wenn das klappt, wieder Ryu treffen werde, dazu noch Akiko und Nanako (alles Iowans).
18. Nagoya
19. N
agoya

20. Dann fahre ich weiter nördlich, nach Aomori in den Towada-hachimantai-Nationalpark

21. Noch nicht verplant

22. Noch nicht verplant

23. Noch nicht verplant, japanischer Feiertag: Tag des Arbeitdanks

24. In Nikko besuche ich den Toshogu-Schrein

25. Letzte Station Tokyo: Asakusa-Kannon-Tempel, Rathausturm Tokio-Shinjuku (Panorama)
26. Tokyo: Tsukiji-Fischmarkt, Yodobashi, S-Bahnhof Harakuju kosupule
27. Tagesreise zum Fuji (Mila – kann fliegen – wie die Schwalben… wer’s kennt, rockt!)
28. Flug Tokyo -> Osaka -> Dubai

29. Eine Nacht und einen Tag in Dubai

30. Dubai -> Düsseldorf -> Dortmund

Ermahnen und planen

Oktober 21, 2006

So, nachdem mich heute schon zwei Leserinnen ermahnt und gebeten haben, mal wieder einen Eintrag zu verfassen, will ich dieser Forderung natürlich gerne nachkommen…

Erst mal: Bei allen Sex-Prostitution-Christian-hat-mir-mal-die-Dame -weggeschnappt-Diskussionen solltet ihr euch einen Moment besinnen, und daran denken, dass meine Mutter hier mitliest. MEINE MUTTER! Also reißt euch mal ein bisschen zusammen… :) (An dieser Stelle: Grüße an meine Mutter!)

Diese meine Mutter hat heute dankenswerter Weise auch meine Reiseausrüstungum folgende Gegenstände aufgestockt: Eine Taschenlampe, eine Dokumententasche, eine Art Waschtasche mit Spiegel, Klamottenbeutel und ultraleichte Reisehandtücher. Ich habe mich dann revanchiert, in dem ich selbstlos den Kescher aus dem Gartenteich meines Opas gerettet habe, den sie dort versenkt hatte. Aber das ist eine andere Geschichte…

Ich habe inzwischen auch etwas weitergeplant, klar, WEIL es sind ja auch nur noch dreizehn (!) Tage und das sollte man (=ich) nicht vergessen, beim Panini-Bilder-Einkleben, Fußball gucken und ausschlafen. Ich werde Montag morgen zum Arzt gehen und versuchen, mir Atosil verschreiben zu lassen und mich gleich auch mal nach Melatonin erkundigen.

Dann steht bereits fest, dass ich, nach dem ich am 4. November gegen 16 Uhr in Osaka gelandet bin (Japan ist uns acht Stunden voraus, das bedeutet also, um Mitternacht MEZ), werde ich am 5. November nach Tokyo weiterreisen. Da werde ich Ryutaro treffen. Dann geht’s zurück nach Osaka, die nächsten Stopps sind auf jeden Fall Nara, Kyoto (wo ich noch mal Ryutaro treffen werde, wenn das klappt), Hiroshima, Nagoya (wo ich Nanako und evtl noch ein paar mehr Leute treffen werde) und zum Schluß noch mal Tokyo. Näheres und weiteres muß ich DRINGEND mal nächste Woche festlegen. Ich tue mich auch noch ein wenig schwer mit meinem Verständnis des japanischen Zugsystems. Aber hey: Abenteuer und so. :) Meine mir empfohlenen Sehenswürdigkeiten bestehen auch größtenteils aus Tempeln, Schlössern und ähnlichen. Eigentlich nicht mein Fall, ich geb es mir trotzdem, denn:

Neue Erfahrung ist ja das A und das O ja irgendwie auch.

Es wird Zeit

Oktober 15, 2006

Elf Kommentare, echt mal, wow! Danke!!!

Dann natürlich die Antwort auf die möglicherweise durch den Titel hervorgerufene Frage: Wozu? Wozu wird es Zeit? Ganz einfach: Es wird dringend Zeit, mir aus den zahlreichen Tipps, Vorstellungen, Reiseführern, Zugfahrplänen und Einladungen einen einigermaßen konkreten Reise- und Sightseeingplan zu basteln. Dieses Projekt werde ich morgen in Angriff nehmen.

Inzwischen bin ich auch im (endgültigen) Besitz einer (eigenen) Kreditkarte und im (vorübergehenden) Besitz des Riesen-Rucksacks, der mich treu auf meinem Weg durch Japan begleiten wird. An dieser Stelle noch einmal einen außerordentlich herzlichen Dank an die Verleiherin, meine teure Schwester Julia.Der Rucksack

Zu den Kommentaren: Mein Japan-Crashkurs wurde mir leider von der netten VHS-Dame verwehrt, die wahrscheinlich Angst hatte, dass ich die Schülerinnen und Schüler dort auffresse. Und so werde ich mich außerhalb der großen Städte, dort wo Englisch auf Schildern und in den Inventaren der Menschen eher rar gesät ist, wohl auf Hände und Füße verlassen müssen… aber die ganze Kiste soll ja auch ein Abenteuer werden, so ein Stück weit. Ergo…

Die Melatonin-Frage beantworte ich, nachdem ich neben Herrn Komanders Experten (noch mal vielen Dank für die Mühen, übrigens…! :-) ) noch weitere konsultiert habe, übrigens erst mal gar nicht… meine werte Mutter hat mir Atosil ans Herz gelegt, das ich in den nächsten Tagen einmal im Selbstversuch testen werde und dann, bei Missfallen, kann ich ja immer noch auf Melatonin umsteigen. Es geht ja, wie gesagt, eigentlich nicht um den Jetlag, den fürchte ich kaum, sondern darum, den Flug möglichst stressfrei (also schlafend) zu überstehen.

In der Brustwarzenfrage als solche schweige ich ansonsten lieber und überlasse meinen verehrten Lesern das Feld…

PS. Äääähm… Ida? Was heißt denn eigentlich „Fan jag är förr full“?? :-)

Ganz klar gegen draußen schlafen (Link repariert)

Oktober 11, 2006

Zunächst mal wieder danke für eure Tipps – ihr seid die besten, mit!
Ida, der Tipp mit dem Starkbier ist natürlich auch insofern problematisch, als dass a) Schokoladenbier eklig ist und b) er mit meinem Wissen um Alkohol im Flugzeug kollidiert – das soll man ja vermeiden wie George W. Bush die Wahrheit (uuuh, mein Blog wird politisch…). Und was heißt: „Fand, jag är för fullt.“?
Das mit dem Melantonin werde ich ernsthaft in Erwägung ziehen, danke Herr Komander. Es sei denn, das ist irgendwie medizinisch bedenklich? Oder so? Experten vor!
Bewegung ist sicherlich auch gut, ich kann mich erinnern, da mal bei United so Videos gesehen zu haben, in denen animierte, unnatürlich glücklich aussehende Passagiere, so artistische Übungen vorgemacht haben…

Ansonsten habe ich jetzt schon einmal angefangen, meine potentielle Draußen-Schlafen-Zeit zu minimieren und mich für die ersten drei Nächte in einem schmucken Hostel in Downtown Osaka eingebucht. Zu sehen HIER. Das nächste Projekt heißt also: Gucken, wie ich da vom Flughafen hinkomme…

PS. Katze, ich hab ALLES von mir bezahlt. Mal Jochen interviewt? :)

EDIT: Habe den Fehler behoben und das Hostel sichtbar gemacht.

Update & Flugunwohlsein

Oktober 8, 2006

Zurück von einem exzellent unterhaltsamen Krakauwochenende ein paar Japan-News: Ich bin inzwischen stolz angehauchter Besitzer eines Merian-Japan-Reiseführers, den ich mir in der kommenden Woche zu Gemüte führen werde. Der Marco-Polo-Kollege des Merian ist hoffentlich auch bald per Post da.

Meine Kreditkarte (danke trotzdem, Mama!) sollte in ca 2 Wochen da sein, so dass ich für die Internet-Reservierung der einen oder anderen Hostel-Übernachtung etwas anderes einfallen lassen sollte (mmh, vielleicht komme ich DOCH mal auf meine Mutter zurück…) Denn zu lange will ich nicht warten, sonst werden am Ende doch die Unter-Der-Brücke-Szenarien Wirklichkeit.

Inzwischen habe ich auch ein Telefonat mit meiner Japan-erfahrenen… äääh… Großtante? Also die Schwägerin von meiner Oma. Müsst ihr selber vielleicht mal recherchieren. Jedenfalls mit der habe ich telefoniert und sie lässt mir ein paar gute Bücher zum Thema zukommen, hörte sich sehr begeistert von Japan an. Ich hatte eventuell auf eine Übernachtungsmöglichkeiten bei ihren Bekannten/Gastgebern spekuliert, aber sie war 1981 da und ich kenne sie nicht gut genug, um da irgendwelche Wünsche zu äußern oder sie zu Kontaktaufnahmen zu nötigen…

Dafür hat sich aber mein guter japanischer Freund Ryutaro gemeldet. Ihn kenne ich aus Iowa (wo ich ein halbes Jahr studiert habe) und da wir noch die eine oder andere Partie Pool-Billard offen haben, werde ich einige Zeit mit ihm in Japan verbringen. SEHR cool! Ich hatte ihn schon vor einer Weile angeschrieben und nichts von ihm gehört, aber heute war ein Lebenszeichen in meiner Inbox.

Ihr habt euch eventuell schon gefragt, wo jetzt hier das Thema Flugunwohlsein angesprochen wird und was zur Hölle das überhaupt ist. Das ist so: Ich weigere mich hartnäckig, mein doofes Gefühl beim Fliegen als „Flugangst“ zu bezeichnen. Ich glaube eher, es rührt von der Länge vieler Flüge, die ich bisher gemacht habe (USA). Vorhin von Krakau nach Dortmund, etwas mehr als eine Stunde, war beispielsweise kein Thema.

Ich sitze nicht gerne so lange eingepfercht zwischen teils sehr netten, teils aber auch furchtbaren Menschen. Die Luft ist trocken, das Essen bescheiden, ich kann oft nicht schlafen, es gibt nicht so arg viel zu tun und ab und zu macht das Flugzeug dann doch merkwürdige Geräusche und Bewegungen. Wenn dann auch noch blöde Filme kommen, bin ich restlos bedient und meistens sowieso auch verspannt und überhaupt…

Aus all diesen Gründen ist der Flug noch so mit das, wovor es mir am meisten graut. Sechs Stunden von Düsseldorf nach Dubai sind evtl noch okay, aber die zehn Stunden nach Osaka werden der längste Non-Stop-Flug meines Lebens. Aber vielleicht überraschen mich die Emirates bei meiner Fluglinien-Premiere ja positiv und ich sitze nett mit ausreichend Beinfreiheit, gutem Essen, netten Filmen und gutem Kabinenklima. Und ner Mütze Schlaf.

PS. Interaktivität JETZT: Eure Flugerfahrungen, -ängste, -tipps -herzlich willkommen! Und danke auch für die Kommentare – so langsam kann ich „Viel Spaß in Japan“ durch den Gewöhnungseffekt ertragen! :-)

PPS. @Katze: Was genau und wieso: Fußpilz-City??

„Viel Spaß in Japan“

Oktober 3, 2006

Da wird sich wohl bis zum 3. 11. nichts dran ändern: Jedes Mal, wenn ich jemanden wohl zum letzten Mal vor dem Start-Tag sehe oder spreche, und er/sie sich von mir mit oben genannter Grußformel verabschiedet, schrillt in mir die Alarmglocke namens „Was? Ich? In Japan? Wann? Wieso?“

Ansonsten hab ich das Geld für den Flug, den Japan Rail Pass (http://www.japanrailpass.net) und die eine Nacht im Hotel in Dubai (http://www.methotels.com/metdeira, das scheint in der Tat ganz nett zu sein…) überwiesen und schon von verschiedenen Seiten viele Reisetipps erhalten, die es jetzt in den nächsten Tagen mit Hilfe eines morgen zu erwerbenden Reiseführers und eines Zugfahrplans in eine ordentliche Route zu verpacken gilt.

Morgen muss ich auch noch meinen zukünftigen Arbeitgeber informieren (falls der mir im November noch irgend etwas aufdrücken wollte), bei der Sparkasse eine Kreditkarte besorgen (ich bin SO wichtig…!) und bei der VHS darum betteln, in der nächsten Woche bei einem Crash-Kurs Japanisch für Schüler mitmachen zu dürfen.

Mir ist klar, dass sich dieser Blog momentan eher wie eine gigantische To-Do-Liste darstellt… aber damit spiegelt er mein Leben an sich auch ziemlich akkurat wieder.