Es sind die kleinen Dinge, die mich daran erinnern, wie nah der Start meines Abenteuers gerückt ist. Gestern kam zum Beispiel im Fernsehen eine Vorschau für einen Film, der am Sonntag um 20.15 Uhr läuft. „Kannst du nicht sehen“, schoss es mir da durch den Kopf, „da bist du in Tokyo!“
In vier Tagen geht’s ab, geht’s los, geht’s rund. Und ich muss sagen, dass inzwischen zu fast hundert Prozent meine anfängliche Nervosität/Panik (siehe meine ersten Einträge) einer aufgeregten Vorfreude gewichen ist. Ich freue mich darauf, etwas neues zu sehen, zu essen, zu riechen, zu spüren, darauf, mich zu verlaufen und vieles nicht zu verstehen.
Ich habe, nachdem ich noch mal mit Ryutaro gesprochen hab, meinen Reiseplan ein letztes Mal überarbeitet und umgestellt, er sieht jetzt ungefähr so aus (die Sehenswürdigkeiten sind die gleichen…):
3. Düsseldorf -> Dubai -> Osaka
4. Osaka
5. Tokyo
6. Tokyo
7. Osaka
8. Osaka
9. Nara
10. Hiroshima
11. Hiroshima
12. Nagasaki
13. ?
14. – 16. Nagoya
17. Osaka
18. – 24. Kyoto
25. Tokyo
26. Tokyo
27. Nikko
28. Tokyo, Tokyo -> Osaka -> Dubai
29. Dubai
30. Dubai -> Düsseldorf -> Dortmund
Alles natürlích ohne Gewähr und Änderung vorbehalten und alles (Hast ja recht, Sarah…). Dem aufmerksamen Leser dürfte nicht die Lücke am 13. entgangen sein. Die fülle ich erst in Rücksprache mit Marco Polo, meinem Reiseführer. Oder ich lasse sie einfach mal ganz frei. Mal schauen. Ich könnte sie zum Beispiel mit Postkarten schreiben füllen, denn so wie es aussieht, werde ich da viel mit zu tun haben. Aber das ist kein Problem, umgekehrt würde ich mir ja auch eine Karte aus Japan wünschen.
Inzwischen habe ich auch für fast alle Nächte über das Internet ein Hostel buchen können, was mich schon mal ein bisschen besser gegen die Brücken-Geschichte wappnet, die ja schon Gegenstand meines einen oder anderen Alptraums geworden ist… Ich hab da aber auch auf Abwechslung geachtet und so ist alles dabei, vom „private room“ in einem erst ab 1. November geöffneten Hostel in Hiroshima über ein traditionelles japanisches „Ryokan“ in Nagoya (http://de.wikipedia.org/wiki/Ryokan) bis zum Bett im 9er-Zimmer in Kyoto. Einige Nächte in Nagoya und Tokyo kann ich dankenswerterweise bei Ryutaro verbringen, so dass ich auch mal die Chance habe, einen japanischen Privathaushalt von innen zu sehen. Ich würde auch tierisch gerne mal eine Nacht in einem sogenannten Kapselhotel (http://de.wikipedia.org/wiki/Kapselhotel) verbringen, einfach nur, um es mal gemacht zu haben. Na, mal schauen, vielleicht habe ich vor meinem Rückflug in Tokyo die Gelegenheit.
Zu den Kommentaren: Katze, ich werd primär aus Zeitgründen leider keine Abschiedsparty machen. Du bist aber gern eingeladen, Dienstag, Mittwoch oder Donnerstag Abend auf ein – drei Bier vorbeizuschauen und die WG (ein wenig) zu verwüsten…
Seb, so aus dem Gedächtnis nicht schlecht, aber Mila ist natürlich irgendwann ein SUPERstar…
Hier noch mal für alle der komplette Text zum Ausschneiden und Mitsingen:
„Mila ist zwölf Jahre alt und lebt im fernen Japan
Kulleraugen, Pferdeschwanz, der Kopf voll Phantasie
Früher war sie krank und blass, doch das ist vorbei
Heut’ ist sie ein Volley-Ass, und ein kleines Wunder, Wunder, Wunder!
Mila kann lachen, wie die Sonne über’m Fujiyama
Mila kann machen, was sie will und was noch keiner sah
Mila kann fliegen, wie die Schwalben über’m Fujiyama
Mila! kann siegen, irgendwann ist sie ein Superstar!
Refrain:
Immer, immer am Ball! Das Spiel ist nie vorüber!
Immer, immer am Ball! Sie schafft es immer wieder!
Immer, immer am Ball! Sie schafft es immer wieder, Sieg! (Hier wurde dann immer der Titel der Folge eingeblendet)
Mila kann lachen, wie die Sonne über’m Fujiyama
Mila kann machen, was sie will und was noch keiner sah
Mila kann fliegen, wie die Schwalben über’m Fujiyama
Mila kann siegen, irgendwann ist sie ein Superstar! Schon ein großes Lied.
Ansonsten ist Murakami vorgemerkt, wenn ich morgen in DO-City meine letzten Reiseeinkäufe vor Freitag tätige…
Sayonara!
PS. Rieserer! So ein Riegel wär schon wat feines… aber mir täten auch zwei Tüten Margarine reichen… Gruß nach Marburg!
