Zurück von einem exzellent unterhaltsamen Krakauwochenende ein paar Japan-News: Ich bin inzwischen stolz angehauchter Besitzer eines Merian-Japan-Reiseführers, den ich mir in der kommenden Woche zu Gemüte führen werde. Der Marco-Polo-Kollege des Merian ist hoffentlich auch bald per Post da.
Meine Kreditkarte (danke trotzdem, Mama!) sollte in ca 2 Wochen da sein, so dass ich für die Internet-Reservierung der einen oder anderen Hostel-Übernachtung etwas anderes einfallen lassen sollte (mmh, vielleicht komme ich DOCH mal auf meine Mutter zurück…) Denn zu lange will ich nicht warten, sonst werden am Ende doch die Unter-Der-Brücke-Szenarien Wirklichkeit.
Inzwischen habe ich auch ein Telefonat mit meiner Japan-erfahrenen… äääh… Großtante? Also die Schwägerin von meiner Oma. Müsst ihr selber vielleicht mal recherchieren. Jedenfalls mit der habe ich telefoniert und sie lässt mir ein paar gute Bücher zum Thema zukommen, hörte sich sehr begeistert von Japan an. Ich hatte eventuell auf eine Übernachtungsmöglichkeiten bei ihren Bekannten/Gastgebern spekuliert, aber sie war 1981 da und ich kenne sie nicht gut genug, um da irgendwelche Wünsche zu äußern oder sie zu Kontaktaufnahmen zu nötigen…
Dafür hat sich aber mein guter japanischer Freund Ryutaro gemeldet. Ihn kenne ich aus Iowa (wo ich ein halbes Jahr studiert habe) und da wir noch die eine oder andere Partie Pool-Billard offen haben, werde ich einige Zeit mit ihm in Japan verbringen. SEHR cool! Ich hatte ihn schon vor einer Weile angeschrieben und nichts von ihm gehört, aber heute war ein Lebenszeichen in meiner Inbox.
Ihr habt euch eventuell schon gefragt, wo jetzt hier das Thema Flugunwohlsein angesprochen wird und was zur Hölle das überhaupt ist. Das ist so: Ich weigere mich hartnäckig, mein doofes Gefühl beim Fliegen als „Flugangst“ zu bezeichnen. Ich glaube eher, es rührt von der Länge vieler Flüge, die ich bisher gemacht habe (USA). Vorhin von Krakau nach Dortmund, etwas mehr als eine Stunde, war beispielsweise kein Thema.
Ich sitze nicht gerne so lange eingepfercht zwischen teils sehr netten, teils aber auch furchtbaren Menschen. Die Luft ist trocken, das Essen bescheiden, ich kann oft nicht schlafen, es gibt nicht so arg viel zu tun und ab und zu macht das Flugzeug dann doch merkwürdige Geräusche und Bewegungen. Wenn dann auch noch blöde Filme kommen, bin ich restlos bedient und meistens sowieso auch verspannt und überhaupt…
Aus all diesen Gründen ist der Flug noch so mit das, wovor es mir am meisten graut. Sechs Stunden von Düsseldorf nach Dubai sind evtl noch okay, aber die zehn Stunden nach Osaka werden der längste Non-Stop-Flug meines Lebens. Aber vielleicht überraschen mich die Emirates bei meiner Fluglinien-Premiere ja positiv und ich sitze nett mit ausreichend Beinfreiheit, gutem Essen, netten Filmen und gutem Kabinenklima. Und ner Mütze Schlaf.
PS. Interaktivität JETZT: Eure Flugerfahrungen, -ängste, -tipps -herzlich willkommen! Und danke auch für die Kommentare – so langsam kann ich „Viel Spaß in Japan“ durch den Gewöhnungseffekt ertragen!
PPS. @Katze: Was genau und wieso: Fußpilz-City??
Oktober 8, 2006 um 11:13
genug schwedisches nach schokolade riechendes starkbier hilft bestimmt gegen alles. kostet mich allerdings wahrscheinlich ein vermögen das nach deutschland zu schicken. also denk dir was anderes aus.
Fand, jag är för fullt. Ansonsten kann ich nur sagen: ich hasse jeden start, liebe jede landung und schlafe zwischendurch gar nicht.
Oktober 9, 2006 um 1:20
zur „flugangst“: ich hab das auch. starts hasse ich wie die pest. landungen auch. der rest ist okay, solange es keine long haul flüge sind, wie z.b. im august in die staaten, oder von paris nach neu delhi (10 oder 11 stunden non-stop)…
in der eco-class ist es so ätzend eng und voll, das mir schon jetzt die kotze hoch kommt, wenn ich an meinen rückflug denke. wenigstens hat heute mittlerweile (bei BA) jeder seinen eigenen fernseher (mit spielen etc.), so das man sich gut ablenken kann… und fürs schlafen kann ich nur empfehlen:
die erste mahlzeit einnehmen, dann ne melatonin-pille einschmeißen. ne kleine flasche wasser hinterher und durchpennen. gegen jetlag das ganze noch die ersten zwei nächte in japan weitermachen. eine pille läßt einen ungefähr 6-8 stunden schlafen… und es wirkt tatsächlich. bin von einer viertel-tab. nach 2 stunden topfit aufgewacht. zu blöd, dass es dann noch drei stunden flug waren!
Oktober 9, 2006 um 7:13
10 Stunden ….pfff.- ich bin schon viermal 22 Stunden am Stück geflogen.
Ich kann seitdem vieles einfach aussitzen *G*.
Hm. Also wenn du bei deiner Ankunft in Japan Verspannungen haben solltest, kann dir sicherlich Vorort am Besten geholfen werden. Ansonsten kann ja eine nette Flugbegleiterin helfen. Falls du im Flugzeug schlafen willst, solltest du vorher deine Sitznachbarn darauf hinweisen. Dann können die ggf. noch mal schnell an dir vorbeihuschen bevor du den Versuch startest.
Gegen schwere Beine hilft ein wenig Füße bewegen. Kann man auch im Sitzen machen und wie einfache Hibbeligkeit aussehen lassen. Vielleicht will aber auch die ganze Bank auf dein Kommando mitmachen.
Bringt neue Freunde und ggf. Feinde.
Ggf. laufen schlechte Filme. Heißt: nimm ein gutes Buch und ggf. deinen MP3-Player mit -falls du so etwas besitzt.
Ggf. sind diese Tipps alle Schwachsinn, aber du hast um Tipps gebeten.
Ich fand die Economy-Class immer ganz in Ordnung. Man kann sich ja einfach eine Schlafbrille aufsetzen und Oropax mitnehmen. Dicke Socken sind auch nicht schlecht, da Flugzeuge so fußkalt sind. Dann kann man auch gleich besser schlafen. Dicke Pullover helfen da umso mehr, da besonders Nachts die Temperatur im Flugzeug gesenkt wird und man automatisch friert und so wach bleibt.
Im Zweifelsfalle kannst du dir immer noch von einer Flugbegleiterin helfen lassen. Die kennt bestimmt alle Sorgen die man in einem Flugzeug haben kann. Und wenn du dich nich doof anstellst, darfst du bei einem besonderen Bettelblick sicherlich noch ein Extraeis haben.
Ich wünsche einen guten Flug,
tinka
Oktober 10, 2006 um 2:50
Economy ist und bleibt die von Menschen gemachte Hölle auf (bzw. über) Erden.
First Class, ja, da wurde erst an den Pasagier, dann an das Geld gedacht. Bei der Eco. ist das genau anders herum… aber eher so:
1. Wie wird der Platz möglichst effizient genutzt?
2. Wie können wir mehr Platz für die First und Business Class bereitstellen, aber trotzdem noch genauso viele Economy-Passagiere mitnehmen?
3. …..
4. ….
…..
99. Der Praktikant der Fluggesellschaft fragt: Leute, mal ehrlich, meint ihr, die Economy-Class Leute werden genug Platz haben?
100. Praktikant Probe fliegen lassen, einmal um die Welt in der Economy-Class, um seine Frage zu beantworten.
Hölle! Es gibt, außer sterben und Modern talking nur wenig schlimmeres als die Economy Klasse.
Ich könnte ewig so weitermachen.
Aber jetzt noch ein Tip: Künstliche Tränen (diese Augenbenetzungsflüssigkeit, die man beim Optiker bekommt) helfen gegen die scheiß Luft
Oktober 10, 2006 um 3:15
Wg. Fußpilz-City: Kristina schrieb „Du fährst zu Städten, die sich wie Fußkrankheiten anhören und willst nicht einmal über Geld nachdenken.“
Denke, das wäre geklärt.
Ich würde auch noch gern etwas über EC lästern, aber ich glaube, es wurde schon alles schlimme gesagt.
Fühlt sich aber gut an, man kommt sich immer so weltgewandt vor, wenn man über Economy Class lästert. Achja, und die Haschisch-Tabletts in Süd-Indien. Ich sags euch, eine Katastrophe, da kann man ja lieber gleich vom Boden sniffen!
So long, und ich bin gestern Abend auf irgendwessen unbezahltem Bier hängengeblieben. Aber was tut man nich alles für die Erstis…