Wie ich…

November 6, 2006

…nach Japan geflogen bin.
…mich verlaufen habe.
…meine erste Nacht in Japan verbracht habe.
So, ich bin aus Tokyo zurueck und sitze in einem sehr netten Intercafe in Osaka. Ich finde leider keine Akzente auf dieser Tastatur, daher muesst ihr euch das „cafe“ mit langem e denken, klar…

Also, wie schon kurz bemerkt, stellte sich in Dubai heraus, dass der Flieger verspaetet war, es ging eine gute Stunde spaete los. Der Pilot erklaerte uns dann, dass erst ein Triebwerkschaden behoben werden musste. Leider hatte dieser Flieger weder Sternhimmel noch Massage-Fussstuetzen. Vielleicht auch deshalb habe ich kaum schlafen koennen, die ersten zwei Stunden nur etwas gedoest. Dann habe ich mir mit lesen, Filme und Serien gucken und Pong spielen die Zeit vertrieben. Nachdem ich das erste Match triumphal mit 10:7 gewinnen konnte, folgten leider wieder zwei vermeidbare 9:10 -Niederlagen. Soviel dazu…

Schliesslich waren wir in Osaka. Der Flughafen (Kansai Airport) liegt direkt am Meer (wir erinnern uns alle: Japan ist mehrere Inseln!) und so gab es wieder einen spektakulaeren Anflug ueber Wasser, die Landebahn beginnt wirklich ein paar Meter vom Meer entfernt. Im Flughafen bin ich dann relativ unspektakulaer durch alle Kontrollen gegangen und habe mir meinen doch sehr schweren Rucksack geschnappt und meinen Rail Pass geholt, fuer den ich bisher nur einen Gutschein hatte.. Bisher, und das merkte ich jetzt, war alles noch sehr international, unjapanisch und leicht gelaufen.

Jetzt musste ich naemlich ne Zugverbindung in die Stadt finden. Wegen der Verspaetung war meine eigentlich im Nezt rausgesuchte Verbindung fuer die Katz. Zusaetzlich brauchte ich noch ein Ticket, denn mein Railpass galt erst einen Tag spaeter. Als die Dame im Ticketcenter sagte, sie spraeche nur „a little bit“ english, dachte ich, das wuerde jetzt der erste Hand- und Fusseinsatz. Inzwischen hab ich aber gecheckt, dass viele Japaner wohl aus Hoeflichkeit grundsaetzlich erst mal nur „a little bit english“ sprechen, um ihr Gegenueber nicht zu enttaeuschen. Also alles kein Thema, sie hat mir sogar genau aufgeschrieben, wo ich umzusteigen hatte.

Das Hostel habe ich uebrigens trotz eigentlich leichtem Weg und guter Beschreibung erst im dritten Anlauf gefunden. Erschwert werden solche Momente durch die Tatsache, dass es in Japan grundsaetzlich keine Strassennamen gibt. Eine Adresse beinhaltet scheinbar eine Mischung aus Bezirk, Strassenblock und Hausnummer, aber so richtig hab ich das noch nicht gecheckt. Vieles wurde mir jedenfalls bisher nach dem Motto Dritte-Rechts-Vierte-Links oder ueber die Bahnstation erklaert – klappt auch!

Meine erste Nacht war -bis auf anhaltende Jet-Lag-Schlaflosigkeit – sehr gut, ich habe in dem Hostel (in dem man, wie fast ueberall in Japan, wo man schlaeft, seine Schuhe am Eingang auszieht) ein Einzelzimmer mit Matratze auf dem Boden. Das Hostel selbst ist im sechsten Stock eines siebenstoeckigen Hochhauses.

Und damit dieser Eintrag nicht NOCH laenger wird und weil ich Hunger habe, schreibe ich ueber Tokyo spaeter oder morgen.

PS. Danke mal wieder fuer die vielen Kommentare, das freut mich echt immer! Kristina, ja, die heissen Handtuecher gab es bei uns auch, sehr praktisch. Vor allem nett, wenn man sieht, wie der eine oder andere um einen herum etwas unschluessig damit dasitzt und erst mal verstohlen guckt, was die anderen so damit anfangen…

Frage an meine Mutter: Ist mein Fuehrerschein gut angekommen?

Eine Antwort zu “Wie ich…”

  1. Knuddelbär Sagt:

    Hey Du Weltenbummler. Ich habe ja bis zum Schluss nicht glauben wollen, dass du Ernst machst… bist du auch wirklich in Japan oder zahlst du jemanden für die Details in deinen Einträgen? ;)

    Mach dir ne flotte Zeit. Drück Dich ;)


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